Nepal
Ein Land im Himalaya am Dach der Welt
Kaum irgendwo liegen Sprache, Essen und Götter so dicht beieinander wie hier: Vom Terai bis zum Everest sind es keine zweihundert Kilometer Luftlinie, und dazwischen wechselt beides mehrmals. In Kathmandu stehen Hindutempel und buddhistische Stupas in derselben Gasse, und morgens gehst du mit der halben Nachbarschaft einmal um Boudhanath herum. Ein kleines Land, das dir viele Seiten von sich zeigt.
- Dal Bhat, zweimal am Tag, mit der rechten Hand gegessen.
- 123 Sprachen und 125 Volksgruppen zählt die Volkszählung von 2011.
- Sieben Weltkulturerbe-Zonen allein im Kathmandutal.
Klima
| Monat | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert in Grad Celsius | 19 | 22 | 26 | 29 | 29 | 30 | 29 | 29 | 29 | 27 | 24 | 20 |
| Tiefstwert in Grad Celsius | 3 | 5 | 9 | 12 | 16 | 19 | 20 | 20 | 19 | 14 | 8 | 4 |
| Sonne in Stunden am Tag | 6,8 Stunden | 7,5 Stunden | 7,6 Stunden | 7,7 Stunden | 7,9 Stunden | 5,8 Stunden | 4,2 Stunden | 5,2 Stunden | 5,2 Stunden | 7,5 Stunden | 7,6 Stunden | 6,8 Stunden |
| Regentage im Monat | 2 | 3 | 4 | 7 | 12 | 17 | 23 | 23 | 15 | 4 | 1 | 1 |
Nepal im Porträt
Im Süden, im Terai, laufen dir Reisfelder, Senf und Mais entgegen, dazu der Dschungel, in dem noch Tiger und Nashörner leben. Fliegst du weiter nach Norden, stehst du innerhalb weniger Flugminuten plötzlich vor Achttausendern. Oben in Solukhumbu bauen die Sherpa Kartoffeln an, halten Yaks und wärmen sich mit Suja, dem salzigen Buttertee, wenn die Luft dünn und kalt wird.
Zu essen bekommst du überall Dal Bhat: Linsensuppe, Reis und Gemüsecurry, und kaum ist dein Teller leer, wird schon nachgelegt, ohne dass du fragen musst. Iss mit der rechten Hand, die linke bleibt unten am Teller. Und wenn du einmal probiert hast, wandert der Rest nicht mehr zurück in die gemeinsame Schüssel, das gilt als jutho. Momos, gedämpfte Teigtaschen mit Hackfleisch, wirst du an jeder Ecke finden, das ganze Land liebt sie.
Götter, die sich die Gasse teilen
Im Kathmandutal wirst du gleich sieben Weltkulturerbe-Zonen dicht beieinander finden: die Durbar-Plätze von Kathmandu, Patan und Bhaktapur, dazu Swayambhunath, Boudhanath, Pashupatinath und Changu Narayan. Hinduismus und Buddhismus teilen sich hier ganz selbstverständlich Pilgerorte und Schreine, und in Kathmandu triffst du mit der Kumari sogar auf eine lebende Göttin, zu der beide Seiten kommen. Steh einmal morgens oder abends an Boudhanath, der 36 Meter hohen Stupa mit den bemalten Augen: Hunderte gehen dann im Uhrzeigersinn um sie herum, drehen die Gebetsmühlen mit dem Om mani padme hum und stellen Butterlampen ab. Rundherum liegen über fünfzig Klöster, Teestuben und Werkstätten, in denen du dich stundenlang verlieren kannst.
Om mani padme hum
Om mani padme hum wirst du in Boudhanath auf Schritt und Tritt hören, murmeln, drehen. Es ist das sechssilbige Mantra des Avalokiteshvara, des Bodhisattva des Mitgefühls, und gehört zu den bekanntesten Gebeten im tibetischen Buddhismus. Übersetzen lässt es sich in etwa mit „Om, das Juwel im Lotus, hum": mani steht für das Juwel des Mitgefühls, padme für den Lotus, der aus dem Schlamm heraus rein aufblüht, ein Bild für die Weisheit. Jede der sechs Silben trägt einen der sechs Daseinsbereiche und eines der sechs Geistesgifte in sich, und wer sie spricht, übt sich darin, Gier, Hass, Unwissenheit, Stolz, Verlangen und Neid Stufe für Stufe loszulassen. Genau darin liegt seine Bedeutung für die Menschen hier: kein auswendig gelernter Spruch, sondern eine täglich wiederholte Übung in Mitgefühl für alle fühlenden Wesen. Deshalb begegnet es dir überall, gedruckt auf Gebetsfahnen im Wind, in Stein gemeißelt am Wegrand, geprägt in jede Gebetsmühle, die du im Uhrzeigersinn drehst. Jeder Windstoß, jede Umrundung, jede Drehung trägt das Mantra ein Stück weiter hinaus in die Welt, und wenn du einmal mitgehst, verstehst du schnell, warum die Menschen hier nie damit aufhören.
Namaste
Atithi devo bhava, der Gast ist ein Gott. Diesen Satz musst du dir in Nepal nicht erklären lassen, du spürst ihn. Er fängt klein an, mit zwei Handflächen vor der Brust und einer kurzen Verbeugung, wenn du irgendwo ankommst. Namaste heißt wörtlich nichts anderes als: Verbeugung zu dir.
Lust auf Nepal bekommen?
Dann lass uns gemeinsam schauen, wann es für dich losgehen kann. Ob Stupas und Klosterbesuche, Yoga auf der Dachterrasse oder der Flug hinauf zum Everest, wir nehmen dich mit auf einen Weg durch dieses kleine, vielseitige Land.



Wann, wenn nicht dieses Jahr?
Kleine Gruppen, Orte, die im Reiseführer fehlen, und immer eine von uns an deiner Seite. Alle Termine 2026 sind offen.